Landwirtschaft

Rinder

Unsere Rinder der französischen Rasse Limousin können ihren Bewegungsdrang in kleineren Gruppen auf der Weide ausleben. Dort versorgen sie sich vor allem im Sommerhalbjahr ganz alleine mit Gras und Klee. In der kalten Jahreszeit bekommen sie dann zusätzlich Heu und Grassilage, die wir im Sommer von unseren Wiesen einholen. Besonders beliebt ist im Herbst auch das Fallobst aus unserer Streuobstwiese.

Unsere Rinder liefern sehr hochwertiges Fleisch, das vollständig verwertet wird. Einige Tiere des Nachwuchses gehen auch als Zucht- oder Muttertiere in andere Bio-Betriebe. Der im Stall anfallende Mist kommt später zurück auf den Acker und bildet die Nährstoffgrundlage für den Pflanzenbau. So entsteht ein weitgehend geschlossener Nährstoffkreislauf, eine der Grundvoraussetzungen für ökologischen Landbau.

Legehennen

Um den Hof tummeln sich mehrere Herden von Legehennen, deren Eier wir am Hof und auf dem Markt verkaufen, sowie an viele Bioläden der Umgebung liefern. Sie haben ganzjährigen Auslauf auf der Wiese und sind in mobilen Hühnerställen untergebracht. Diese fahrbaren Unterkünfte sorgen für Abwechslung und Entlastung des Bodens, denn Hühner lieben es, im Boden nach Insekten zu scharren und lichten das Gras dabei stark aus. Begleitet werden unsere Hennen immer von einer kleinen Schar Hähne, die auf „ihre“ Hennen Acht geben und Fuchs und Habicht in Schach halten.

Die Hühner legen ihre Eier in mit Getreidespelzen oder Stroh ausgepolsterte Nester, sodass wir sie zweimal täglich einsammeln können. Anschließend werden sie sortiert und mit unserer Kontrollnummer gestempelt.

Wenn die Tiere älter sind und keine Eier mehr legen, werden sie dann als Suppenhühner verwertet. Für alle, denen die Verarbeitung zu aufwändig ist, bieten wir auch fertig eingemachte Hühnerbrühe und -frikassee an.

Kartoffeln

Der Anbau von Speisekartoffeln war von Anfang an eines unserer Standbeine. Bei uns bekommen Sie unterschiedliche Sorten, die sich je nach Stärkegehalt in die Kategorien „festkochend“, „vorwiegend festkochend“ und „weichkochend“ unterteilen. Mit dabei sind sowohl frühe als auch spätere Sorten, sodass wir Ihnen meist ab dem Frühsommer bis zum späten Frühjahr des Folgejahres Kartoffeln anbieten können.

Der Anbau erfolgt in klassischen Kartoffeldämmen, wodurch eine gute Erwärmung der Erde und eine einfachere Ernte gewährleistet ist.

Frühkartoffeln haben eine sehr dünne Schale und müssen schonend per Hand geerntet werden; später im Jahr kommt dann ein Vollernter zum Einsatz. Nach der Ernte werden die Kartoffeln in einer gut isolierten Scheune kühl und (wichtig!) dunkel gelagert, damit sie monatelang halten.

Getreide und Co.

Wenn Sie ein Brot der Cibaria-Bäckerei aus Münster kaufen, haben Sie möglicherweise auch unser Getreide auf dem Tisch. Denn auf unseren Äckern wachsen Dinkel, Roggen und häufig auch alte Getreidesorten wie Emmer, eine Urform des Weizens, die dann als Brotgetreide zur Bäckerei gehen.

Neben Getreide lockern wir unsere Fruchtfolge auch gerne mit anderen Ackerfrüchten wie den eiweißreichen Ackerbohnen oder dem anspruchslosen Leindotter auf.

Vielleicht fallen Ihnen die Farbtupfer zwischen den Halmen auf, denn in einer Landwirtschaft ohne Pestizide kommen auch Kornblumen, Klatschmohn und Co. zum Zug und bereichern nicht nur das Bild, sondern auch das Nahrungsangebot für Insekten.

Feldgemüse

Langsam aber stetig erweitern wir unser Sortiment an Feldgemüse. Neben Kürbissen unterschiedlicher Sorten und Zwiebeln bieten wir auch Knoblauch und die ursprünglich in den Tropen beheimateten Süßkartoffeln an.

Feingemüse

Eines unserer jüngeren Projekte ist der Anbau einer bunten Palette an saisonalem Feingemüse, darunter Salate, Porree, Weiß- und Grünkohl, Feldsalat, Rote Bete, Zucchini und Bohnen.
Auch mit dabei ein westfälischer Klassiker: Dicke Bohnen

Da wir kein Gemüse zukaufen, finden Sie bei uns ausschließlich frische Ware je nach Saison.

Imkerei

Was wäre die Landwirtschaft ohne bestäubende Insekten? Der Faszination für unsere Honigbienen kann man sich kaum entziehen und daher halten wir neben Huftieren und Federvieh auch einige Bienenvölker. Sie liefern uns mit ihrer Bestäubungsleistung eine zuverlässige Obsternte und leckeren Honig aus den Blüten der Umgebung. In der ökologischen Imkerei dürfen die Bienen einen Teil ihres Honigs für den Winter behalten und den Zeitpunkt der Vermehrung durch Teilung des Volkes selbst bestimmen.

Honigbienen sind deutliche Anzeiger für den Zustand der Natur im Umkreis, da sie für eine gesunde Entwicklung auf ein vielfältiges und vor allem möglichst konstantes Angebot an verschiedenen Blühpflanzen angewiesen sind. In intensiven, ausgeräumten Agrarlandschaften kommt es jedoch häufig zu längeren Hungerphasen, in denen Imker zufüttern müssen. Den wilden Verwandten unserer Honigbienen jedoch fehlt ein solcher Imker, weshalb es um ihre Bestände teilweise sehr schlecht bestellt ist.